Paulas Roman
Paula
 
Die Morgenseiten
Kultur | 17.10.2011 | 09.08 | Paula
 
Foto: geralt/Pixelio
Sie hat sechs Romane geschrieben, ein paar Hörspiele, sie hat als Literaturkritikerin gearbeitet, beim Rundfunk, und sie schreibt an ihrem nächsten Roman. Zwischendurch gibt sie – hin und wieder – „Schreibkurse“, diesmal zum biographischen Schreiben.
 
Diesmal waren 14 Teilnehmerinnen angereist – zum ersten Mal ein Kurs ganz ohne Männer.
Die unterschiedlichsten Frauen saßen erwartungsvoll in einem schönen Seminarraum, jede auf ihrem Tisch eine Blumenvase mit einer orangen Gerbera. Die Stimmung schwankte von ängstlich über vorsichtig zurückhaltend bis erwartungsvoll.
 
Die erste Runde ist eine kurze Vorstellungsrunde, wie das so ist bei derlei Seminaren: Wer bin ich, warum bin ich hier, was erwarte ich?
 
Die Frauen konnten unterschiedlicher nicht sein. Die Rentnerin, die eben ihren Mann verloren hat. Die Frau, deren Sohn nach Guatemala ausgewandert ist, voller Sorge ist sie um ihn. Die Frau, die ihre Mutter pflegt. Die Technikerin, die Schreiben als Ausgleich zu ihrem Beruf sieht. Die Geschichtenerzählerin, die im Seniorenheim Geschichten erzählt und die alten Leute zum Selber-Erzählen motiviert. Die junge Frau, die „schon immer schreiben“ wollte, aber keinen „Anpack“ findet.
 
Die Geschichte als Kosmos
 
Eine Geschichte schreiben/erzählen, das ist gar nicht so einfach. Wir würden viel Theorie erfahren, über die Geschichte als Kosmos, mit einem Anfangs- und einem Endpunkt und unendlich vielen Erzählmöglichkeiten.
 
Aber wir würden auch viele Schreibübungen machen, und uns anschließend vorlesen.
 
Nur 10 Minuten dauert eine solche Schreibübung, und ihre Ergebnisse sind anfangs zögerliche Texte, Versuche, Annäherungen…
 
Am Ende des Seminars soll man sehen, wie auch die scheueste Teilnehmerin einen Text voller Power und mit blühender Phantasie gestaltet hat, wie sie mit gewachsenem Selbstbewusstsein vorliest und Freude hat am gegenseitigen Applaus.
 
Eine Gruppe in der Gruppe
 
Anfangen, das ist eigentlich so einfach. An der Flipchart steht das Wort „ANFANGEN“. Nun geht ein Körbchen rund, aus dem jede einen Zettel mit einem zweiten Wort zieht. „Anfangen“ und das jeweils gezogene Wort: der Auftakt, der Impuls: so, nun schreibt los. 10 Minuten Zeit. So ist der Einstieg ins Seminar.
 
Am Sonntagnachmittag haben 15 Frauen ein intensives Wochenende gehabt, einander viel von sich gezeigt und anvertraut – mit ihren Texten.
 
Es gab viele Begegnungen, auch außerhalb der Seminarzeiten. Es gab eine Gruppe in der Gruppe: fünf Frauen, die in einer Stadt im Bergischen im monatlichen Turnus ein Café für alleinstehende Menschen ausrichten. Alleinstehende, die gesagt haben: am schlimmsten sind die Sonntagnachmittage. Wo zuerst Witwen und Witwer an der Kaffeetafel saßen, sitzen jetzt auch Jüngere, viele alleinerziehende Mütter und Väter. Aus dem Café ist eine kulturelle Veranstaltung geworden, und man plant, die Besucher auch zum Tun anzuregen, vielleicht sogar zum Schreiben. Vorab will man ein Erzählcafé gestalten – jemand gibt einen Impuls, über eine Geschichte, ein Gedicht.. und man will Ressourcen wecken und fragen: Wie ist das denn bei Dir? Man will mehr und dichter ins Gespräch kommen.
 
Wie gestaltet sich biographisches Schreiben? Was habe ich zu erzählen, aus meinem oder dem Leben anderer? Wo fange ich an? Muss es chronologisch sein? Was ist ein biographischer Roman? Wie wichtig ist Recherche, und wie geht Recherche?
 
Hinsetzen und drauflos schreiben
 
Die „Morgenseiten“.
Nein, das sind nicht die Seiten der Printausgabe des Kölner Stadtanzeiger oder einer anderen Tageszeitung. Es sind drei selbst geschriebene (möglichst mit der Hand) DIN-A-4 Seiten. Man setzt sich hin und schreibt drauflos, was einem gerade in den Sinn kommt. Morgens, möglichst, bevor der Alltag einen einholt mit seinen Forderungen und Notwendigkeiten.
 
Die Seminarleiterin meint, sogar vor dem Kaffee. Das finden die meisten dann doch zu viel verlangt.
 
Die Morgenseiten, heißt es, künden zunächst nur banales: „Ach, jetzt soll ich mich also hier hinsetzen und mir 3 Seiten aus den Rippen leiern. Dabei müsste ich… Und ein Kaffee, hm, ich rieche ihn förmlich, obwohl die Kaffeemaschine noch nicht in Gang gesetzt ist. Dabei fällt mir ein...“
 
Es heißt, dass auf Seite 3 der Morgenseiten alles Banale abgearbeitet ist und man sich nahezu automatisch den wichtigeren Dingen nähert, vielleicht denen, über die man mehr und ausführlicher schreiben kann oder will – im Laufe des Tages oder irgendwann.
 
Die Morgenseiten sollen nicht Korrektur gelesen, sondern einfach weggelegt werden nach dem Schreiben. Weggelegt, nicht weggeworfen! Denn frühestens nach ein, zwei Monaten, soll man einen Blick auf die jeweilige Seite 3 werfen.
 
Ich fand diese Anregung spannend und interessant. Vor dem morgendlichen Kaffee bin ich nicht in der Lage zu auch nur einer Zeile in Sachen Morgenseiten, aber mit einem Kaffee könnte ich es ja mal versuchen.
Schlagworte: Schreibseminar | Morgenseiten | Biographisches Schreiben | Erzählen | Paula
 
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22.10.2011 | 01.16 Uhr | escapeSchreiben hilft auch, besser zu verstehen.
 
Eine Schreibwerkstatt fertigt im Auftrag Reinschriften. Zum Beispiel für Prüfungsarbeiten.
 
Nö, ein Schreibbüro eventuell.
 

 

22.10.2011 | 01.10 Uhr | checkmate"ICH habe nirgends etwas von „Roman“ geschrieben"
 
Wenn die Autoren nicht aufmucken, müssen sie sich die Verfeinerungen durch den Admin anrechnen lassen.
 
In diesem Fall 735 Klicks.
 
Außerdem hat der Beitrag 3 verschiedene Erkennungszeichen (Bilder)
 
Eine Schreibwerkstatt fertigt im Auftrag Reinschriften. Zum Beispiel für Prüfungsarbeiten.
 
Aus und Ende
 

 

21.10.2011 | 23.35 Uhr | escapeDie Skeptiker hier haben offensichtlich nie eine Schreibwerkstatt von innen gesehen, wissen aber, dass es weggeworfenes Geld ist?
 
Neben der Schreibkompetenz spielt beim Schreiben immer auch die Psyche eine Rolle. Schreibwerkstatt ist vom Grundsatz her aber kein Psychokram.* Obwohl die meisten es ungern hören: Schreibkompetenz ist nicht angeboren, man kann sie ... wie fast alles andere ... erlernen. Auch der "Untalentierte" kann grammatisch korrekte Sätze schreiben, wenn er die Regeln kennt ... und noch ein bisschen mitdenkt. Zugegeben, ganz ohne Logik geht es nicht. Man kann auch lernen, seine Gedanken zu strukturieren ...
 
Nicht nur schreiben, auch denken läuft über Sprache. Man kann nicht über etwas nachdenken, wofür man kein Wort hat.
 
Dass ausgerechnet die an Sprache und am Schreiben interessiert sind, die beides schon beherrschen, wundert mich grad nicht. Der "Gute" verbessert sich leichter. Das Leben ist ungerecht.
 
*Das sind für mich eher die meisten Blogs hier :-)
 

 

21.10.2011 | 20.28 Uhr | checkmateIch war längst drauf gekommen. Aber die 698 (von 702) Leser von ksta-online kennen den Zirkus hier nicht.
 
Du bist ein Vogel."Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber unser göttlicher Admin...."
 
Das ist wie die Frau an der Kasse. Wenn sie falsch - zu meinen Gunsten herausgibt, ich mache darauf aufmerksam.
 
[702] Abba is schon jut. Dich hole ich sowie nicht ein. Ich warte ab, bis Ihr nach 3 Monaten 60 Seiten 3 anstarrt.
 
Mein Roman macht Fortschritte. 2 Sätze stehen schon fest. Das ist, wo er sie küsst - aber ich will nichts verraten.
 

 

21.10.2011 | 17.12 Uhr | PaulaWo, bitte, habe ich etwas von Roman geschrieben?
Richtig: ICH habe nirgends etwas von „Roman“ geschrieben, das kannste nicht in Abrede stellen, berlin, und ich war sicher, Du warst längst oder wärest noch drauf gekommen.
 
Und warum ist Dir jetzt die Motivation vergangen, nachdem Stefan Dich amüsiert hat?
Mir vergeht immer dann die Motivation, wenn bewusst und dabei ohne Reflexion provoziert wird.
 

 

21.10.2011 | 12.40 Uhr | checkmate615 Klicks.
 

 

21.10.2011 | 10.54 Uhr | checkmateDanke Jeannette, dann kann ich ja jetzt auch meinen ersten Roman anfangen "Im Treppenhaus ist Kirmes"mit Bildern vom alten Babylon und Nofretete.
 

 

21.10.2011 | 10.39 Uhr | Jeannette Hollmann@ checkmate
 
Du bist ja witzig *lol*
 
..."Mühe allein bringt nichts". Ich würde sagen:" Geld allein auch nicht, um das meist zu teure Seminar zu bezahlen."
 
Es hat schon was mit Talent zu tun, Paula.
 
Aber, ich denke, das hast Du so oder so. Auch ohne Seminar, weil Du jenen gewissen drüschen, rheinischen Humor hast und sprachgewandt bist. Das sind aber keine Vorkenntnisse für ein Seminar, die man braucht und man kann es auch nicht lernen.
 
Aber, dass Du eine Interssensgruppe besuchst, finde ich gut. Und auch, dass Du uns hier darüber schreibst. Amüsant, wirklich! :) Besonders checkmates Kommentare (=ebenso drüsch)
 

 

21.10.2011 | 10.28 Uhr | checkmate53 Klicks
 
Das "Wunder von Bern" wäre noch besser gewesen.
 

 

21.10.2011 | 09.49 Uhr | checkmateAha, und wenn Du den Teaser amüsiert gelesen hast, warum fragst Du:
20.10.2011 | 19.30 Uhr | Wo, bitte, habe ich etwas von Roman geschrieben?
 
Und warum ist Dir jetzt die Motivation vergangen, nachdem Stefan Dich amüsiert hat?
 
Aber ok, lass es. 38 Klicks in 4 Stunden hat es Dir ja eingebracht.
 

 

21.10.2011 | 08.31 Uhr | PaulaWenn die Autoren nicht aufmucken, müssen sie ich die Verfeinerungen durch den Admin anrechnen lassen.
 
So, nun hör mal auf zu übertreiben. Ich habe den Teaser, den Stefan zu diesem Beitrag geschrieben hat, amüsiert gelesen und sofort an Escape gedacht, wie ich schon schrieb. Auch für Stefan gilt: der Empfänger hat offenbar etwas herausgelesen, was nicht da steht. Ich finde das in diesem Fall überhaupt nicht schlimm, nur interessant und amüsant. Anderenfalls hätte ich sicher um Korrektur gebeten.
 

 

21.10.2011 | 04.55 Uhr | checkmateBlog des Tages
 
Der Weg zum ersten Roman
 
Einmal im Leben einen Roman schreiben. Ein Traum für viele Literaturfans. Auch Bloggerin Paula ist bemüht, ihren Stil stetig zu verbessern und hat dafür ein Schreibseminar besucht. Hat es was gebracht? Hier sind Paulas Erlebnisse.
 
Ergänzung: Mühe allein genügt nicht.
 

 

21.10.2011 | 04.44 Uhr | checkmate'Ich würde als Techniker Schillers Glocke so bringen:
 
Loch in Erde, Bronze rin. Glocke fertig, bim, bim, bim
 
Vor allem viel kürzer.
 
Und ich dachte, Paula würde mich besser kennen. Ich denke mir bei allem, was ich schreibe, etwas.
 

 

21.10.2011 | 04.31 Uhr | checkmate und was lese ich da?
 
Wenn die Autoren nicht aufmucken, müssen sie ich die Verfeinerungen durch den Admin anrechnen lassen.
 
Ich habe immer meine Bedenken angemeldet. "Gut gemeint ist nicht gut gemacht."
 
Versteh mich nicht falsch. Was ist denn an dem Beitrag von Dir und was von Stefan?
 
Auch Gohrischs Siegerbeitrag wurde durch journalistische Aufbereitung verhunzt. Fair wäre es gewesen, wenn Stefan seinen Fehler eingestaden hätte. "Langsam,checkmate, die Überschrift habe ich versaubeutelt." oder ähnlich. Zum 198. Mal: Stefan sollte mal versuchen, Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" in eine journalistisch perfekte Form zu bringen.
 

 

20.10.2011 | 19.47 Uhr | eosmein freund der schwule moslem
 
charlotte roche wird vor neid erblassen ^^
 

 

20.10.2011 | 19.38 Uhr | PaulaRichtig, eos, und ich hätte bis eben noch gedacht, dass unser alter Haudegen berlinercheckmate da noch selbst drauf kommt.
 
Aber nun fang ich vielleicht wirklich lieber mit einem Roman an...
Habt Ihr ein Thema für mich?
 

 

20.10.2011 | 19.36 Uhr | eosstefan hat vom ersten roman geschrieben ^^
 

 

20.10.2011 | 19.30 Uhr | PaulaIch habe meinen Blog "Die Morgenseiten" betitelt.
Wo, bitte, habe ich etwas von Roman geschrieben?
 
Die Motivation?
Ich habe eben die Motivation verloren, hier noch weiter klarstellen und erklären zu wollen.
 

 

20.10.2011 | 18.41 Uhr | checkmate@ Paula
 
Die Frage ist, warum Du Deinen Beitrag "Weg zum ersten Roman" betitelt hast, wenn kein Mensch einen Roman schreiben will. Und die Witwe? Ich bin - wenn man will - auch Witwer. Sage ich jetzt: Mir ist langweilig, jut, hole ich mir einen Nobelpreis? Schnell noch einen kleinen Kursus, dann lege ich los und überschwemme die Welt mit Jerry-Cotton-Romanen.
 
Ich finde, Du bist uns hinsichtlich der Motivation noch eine Erklärung schuldig. Die Witwe will wahrscheinlich nur unter Menschen sein. Die könnte auch den Führerschein machen oder Bibelabende besuchen.
 

 

19.10.2011 | 20.36 Uhr | checkmateKarl May fing in der "Stadt Gottes" (Deutscher Hausschatz) mit Fortsetzungen an. Zum Beispiel Judas und Ischariot.
 

 

19.10.2011 | 20.17 Uhr | Jeannette HollmannKommt drauf an, ob man/frau Talent hat °°
 

 

19.10.2011 | 19.32 Uhr | eosda freuen sich die gelobten semester aber
 
schreiben lernt man da allerdings auch nicht ^^
 

 

19.10.2011 | 19.21 Uhr | Jeannette HollmannIch lobe mir meine 2 Semester Germanistik... Soweit ich weiss, fing Böll im ksta an, Fortsetzungsromane zu veröffentlichen und zu schreiben...°°
 

 

19.10.2011 | 18.02 Uhr | checkmateTalent, ich denke an unseren Magic, der hatte Talent (Auch weil er den Stefan immer Bier holen ließ). Und Magic gehört zu den wenigen, die umgesattelt und ihr Talent vermarktet haben. Aber ob er nun auch journalistischen Ansprüchen genügt?
 
Der KStA hat Talent darin, falsche Erwartungen zu wecken. Mit dem Preisausschreiben sollteh literarisch anspruchsvollere Autoren angelockt werden. Der KStA als Künstlerschmiede. Hier wird nie ein Mark Twain schreiben. Und die journalistische Verfeinerung durch Stefan? Auch Stefan macht aus einer Frikadelle keine Gänseleberpastete. Der Siegerbeitrag von Gohrisch wurde journalistisch vertont!!! Schuster, bleib bei deinen Leisten. Stefan solll sein Wissen auf Nachrichten anwenden, von Blogs aber die Finger lassen.
 

 

19.10.2011 | 17.49 Uhr | eosdie hoffnungslosen gehen da gar nicht erst hin
 
die schreiben hier weiter munter drauflos ^^
 

 

Kommentare| 26 bis 50 von 52Kommentieren
19.10.2011 | 17.35 Uhr | Hell Kitty19.10.2011 | 01.43 Uhr | Amira Braucht man für die Schriftstellerei nicht Talent?
 
Also ehrlich gesagt, finde ich solche Kurse genau so seriös, wie diese Reiki-Kurse. Auch dort soll man etwas erlernen können, was man entweder hat oder eben nicht. Sicher, solche Veranstaltungen können helfen ein paar verborgene Schätze zu heben, aber die Hoffnungslosen sind doch meist in der Überzahl. Ist auch völlig okay, so lange man so was selbst bezahlt. Ein schönes Hobby halt. ;-)
 

 

19.10.2011 | 17.16 Uhr | checkmate@ Paula
 
Dann lies mal den Teaser "Weg zum ersten Roman". Wer hat nicht schon mal davon geträumt, einen Roman zu schreiben?
 
Ich habe Dich doch gefragt, warum Du dabei bist. Und die anderen?
 

 

19.10.2011 | 16.18 Uhr | PaulaWo, um alles in der Welt, steht, dass ich einen Roman schreibe?
Und wo steht, dass die TeilnehmerInnen dieses Seminars vorhaben, Romane zu schreiben?
Es ist wirklich interessant, was in diesen Blog hinein interpretiert wird.
 
Escape hat doch Recht!
 

 

19.10.2011 | 11.05 Uhr | Zabaione...hier habe ich auch schon mal an so einem Wochenende teilgenommen!
 

 

19.10.2011 | 10.05 Uhr | checkmateWas mich stört. Warum muss es denn gleich ein Roman von 877 Seiten sein. Gehen die Kursteilnehmer wirklich davon aus, dass ihr Werk gedruckt wird? Warum fängt man nicht mit Kurzgeschichten, Blogs oder Leserbriefen an? Fühlen sich denn die Kursteilnehmer berufen? Ich meine, Du bist uns keine Rechenschaft schuldig. Aber warum zum Teufel bist Du dabei? Aus Neugier? Ich besuche doch auch nicht einfach so einen Häkelkurs.
 

 

19.10.2011 | 09.39 Uhr | PaulaDann dunn dat
 

 

19.10.2011 | 09.28 Uhr | Jeannette HollmannUm Missverständnissen vorzubeugen: Ich halte solche Gruppen für Psychogruppen.
 

 

19.10.2011 | 09.12 Uhr | PaulaUm Missverständnissen vorzubeugen: Es ging weder um eine Selbsthilfe-, noch um eine "Psychogruppe". Ich glaubte das allerdings auch deutlich gemacht zu haben ;-)
Und es MUSS niemand an solch einer Gruppe teilnehmen, aber auch niemand sie in Unkenntnis schlechtreden.
 

 

19.10.2011 | 08.56 Uhr | Jeannette HollmannSicherlich ist es gut, ein feedback oder sowas in der Art zu bekommen. Aber, escape, glaube mir, die meisten Schriftsteller sind sicherlich nicht berühmt geworden, weil sie eine Selbsthilfe-Seminargruppe zum Schreiben aufgesucht haben. Man kann eben nicht alles kaufen, was Talent ist.
Wenn ich meine Freundinnen und Bekannten frage, wie sie meine stories finden, so macht das für mich mehr Sinn und Anerkennung als wenn ich mir Anerkennung von einer Gruppe, die ich bezahl, einhole. Denn die SeminarleiterInnen werden dafür auch letztendlich bezahlt, d.h. sind bestechlich und ihre Kritik an meinem Schreiben ebenso.
 
Ich brauche keine Pseudotherapeutin, die mir therapeutisch klar machen will, was sie an mir zu kritisieren hat, und damit auch noch Geld verdient. Das geht nämlich auf meine Kosten. Meine Frustrationstoleranz gegenüber Bekannten reicht mir völlig aus.
Aber, wems gefällt und wer meint, dadurch objektiver im Schreiben beurteilt werden zu können, nur zu!
 

 

19.10.2011 | 02.13 Uhr | checkmateNun, da wir hier doch ein Verein von Möchte-Gern-Schriftstellern sind, ist das Thema gar nicht so uninteressant. Vielleicht sollte Herr Öler zwangsangemeldet werden, damit der überhaupt mal etwas schreibt. Seit 2 Jahren kein Satz. Was ist das denn für ein Journalist? Jeden Tag 3 Seiten !!!!!!!!!!!!!!!!
 

 

19.10.2011 | 01.43 Uhr | AmiraBraucht man für die Schriftstellerei nicht Talent?
 

 

19.10.2011 | 00.47 Uhr | NaseweisStelle fest, dass Scheckmade gerade seine "Plapperphase" wieder durchmacht.
 
von 15 Kommentaren sind 10 von ihm erwirtschaftet worden.
 
wollte Paula noch wat fragen:
 
wofuer willst du deinen Schreibstil verbessern ?? Um noch mehr Perlen vor die Säue werfen zu koennen?
 
Oder wolltest du nun mit deiner Biographie anfangen und die Welt mit einem Buch begluecken ??
 

 

18.10.2011 | 23.53 Uhr | checkmateFangen wir noch mal ganz vorne an.
 
Es soll also eine Biographie werden. Warum? Ist mein Leben so interessant, dass es auch nur 5 Personen interessieren würde? Ich sage nein. Erst wenn ich anfange, Episoden zu erzählen, habe ich das Gefühl, das könnte vielleicht doch einen interessieren. Aber gleich ein Buch? Warum nicht sogar eine verfilmte Serie? Von vorne anfangen? Wenn es einen Überblick über mein Leben geben soll, ja. Vielleicht will ich aber auch nur Episoden erzählen. Was will ich überhaupt? Den Leser unterhalten? Vielleicht sollte ich nur Witze erzählen. Das ist nicht so anstrengend. Warum besucht Paula den Kursus? Hat sie Langeweile? Will sie ihr Schreiben perfektionieren? Kein Bedarf. Bei der Rundschau hat man sich schon gefragt, wer ist diese Paula, die so ganz anders schreibt.
 
Ich meine, diese Fragen sollte man doch zuerst beantworten.
 

 

18.10.2011 | 22.57 Uhr | escapeWas passiert, wenn man einfach seine ureigensten Gedanken in den Blog schüttet, erleben wir ja hier täglich. Mit Literatur hat das wenig zu tun.
 
Inzwischen wird es uns ja als Literatur verkauft, wenn jemand selbstergriffen auf die Nichtigkeiten des eigenen Lebens schaut. Hat sicher alles seine Daseinberechtigung ... und fürdert den Umsatz.
 
400.000 Neuerscheinungen auf der Buchmesse? Wer will/soll das alles lesen?
 
Literatur ist das, was bleibt ... und das dauert;-)
 
@Jeanette
Selbsthilfegruppe setzt auf Schwarmintelligenz, oder was? Die eigenen Formulierungen in Frage stellen zu lassen, macht selbstkritisch. Kann das schaden?
 

 

18.10.2011 | 22.12 Uhr | checkmateIch sehe es genau vor mir, wie Sinuhe im Totenreich Mumien präpariert.
 
Oder Karl May: Wer "Von Bagdad nach Stambul" gelesen hat, kennt sich im Irak-Krieg aus und wartet nur darauf, dass der Bei von Gumri oder Marah Durimeh vor der Uno auftreten.
 

 

18.10.2011 | 22.05 Uhr | checkmateRichtig, Jeanette. Vor allem ist mir unklar, warum ich nach 2 Jahren die Seiten 3 noch mal lesen soll. Gut, da steht nach der Theorie das Wichtigste. Aber ist, dass ich vor 2 Jahren auf die Fresse gefallen bin, das Wichtigste für mein Buch? Vielleicht will ich was über Blümchen, die Liebe oder Korea schreiben?
 
Ich glaube, dass es viel wichtiger ist viel zu schreiben. Schon als Kind, dann in der Schule, später im Beruf. Ich musste mein Leben lang Gedanken formulieren. Auch in Liebesbriefen. Wichtig ist, dass man die Botschaft, die man rüberbringen will, so schreibt, dass der Andere sie auch versteht.
 
Ich bewundere Schriftsteller, die Themen aufgreifen, die nicht zum Allgemeinwissen gehören. "Sinuhe, der Ägypter", Alexander der Große, "Palast der Winde" (Indien und Afghanistan), "die Säulen der Erde" (Klosterleben im Mittelalter). Ob dabei alles der Wahrheit entspricht, ist egal, aber genau so stelle ich es mir vor.
 

 

18.10.2011 | 13.15 Uhr | eosviel gelesen ist kein zeichen für qualität ^^
 

 

18.10.2011 | 12.35 Uhr | Jeannette HollmannIch brauche keine Anleitung zum glücklichen Schreiben und erst Recht nicht, wenn ich sie dann auch noch bezahlen soll in Form eines Seminares!
 
Ich glaube, da gibt es gerade in Köln viele kostenlose Selbsthilfe-Schreibwerkstattgruppen, Paula.
Eigentlich bin ich ganz froh, dass es das internet gibt. Dann brauche ich nicht mit jedem besprechen, ob diese oder jene Formulierung besser ist, sondern blogge einfach meine ureigensten Gedanken. Wenn sie viel gelesen werden, ist dies für mich Anerkennung genug.
 

 

18.10.2011 | 04.12 Uhr | checkmateF5, überflogen, keine Fehler entdeckt, gut. Am S gekratzt, ah. Oben am Hals juckt es. Jetzt am Ohr. Schluck Cola. ZARETTE.
 

 

18.10.2011 | 04.08 Uhr | checkmateJut, jetzt also die Morgenzeitung. Warum gibt es keine Textwerkzeuge? mit 78 point kriegte ich vielleicht die 3 Seiten voll. Das rechte Auge juckt, reiben, besser.
 
Ich lasse mal anderen den Vortritt.
 
Noch mal reiben.
 
Bis später.
 

 

17.10.2011 | 21.42 Uhr | checkmateDas mit der Zigarette hat noch was gedauert, weil ich mir meinen Quatsch noch mal durchgelesen habe. Jetzt brennt sie. Was esse ich? Was ist denn da? Ich habe einfach vor mich hingestarrt. Die Blutdruckmessgeräte sind dreckig. Mir fällt nichts mehr ein.
 

 

17.10.2011 | 21.37 Uhr | checkmateIch versuche mal eine Abendseite:
 
Gesundheitlich nichts Neues.Ich überlege schon den ganzen Tag, ob ich mir was zu essen bestellen soll. Selbst kochen? Zuviel Arbeit. Ich bin sowieso zu dick. Ich warte auf das Paket mit dem Schredder. Aber das ist ja erst gestern abgeschickt worden. Soll ich das Spiel fortsetzen? Keine richtige Lust. Den Stapel da könnte ich mal aufräumen. Ich will schon seit 14 Tagen einen Beitrag über Ordnung schreiben. Was steht Neues in der Plauderecke?
 
So, das lese ich Weihnachten noch mal? Und dann? Dann frage ich mich, op dat Paula se noch alle hat.
 
Ich mach erst mal ne Zigarette an.
 

 

17.10.2011 | 21.25 Uhr | checkmateUnd wenn ich nach 2 Monaten einen Blick auf 60 "Seiten 3" geworfen habe? Was dann? Dann fällt mir erst mal ein, was ich noch vergessen habe.
 

 

17.10.2011 | 21.20 Uhr | checkmatevon Hand? Nach 14 Tagen kann ich doch meine eigene Schrift nicht mehr lesen.
 

 

17.10.2011 | 21.04 Uhr | checkmateWenn der Doc um 6 Uhr (Ortszeit) aufsteht, ist es hier 12.30 Uhr. Da kommt der ASB mit dem Mittagessen.
 
Ich halte nichts von solchen Kursen. Dieser könnte von NELLY sein. 3 Seiten von Hand? Dann ist es Abend. Und wann lese ich Zeitung?
 
Aber das muss jeder selbst wissen. Ich koche auch schon mal morgens um halb vier.
 

 

Kommentare| 51 bis 52 von 52Kommentieren
17.10.2011 | 18.38 Uhr | PaulaUnd wenn ich mich hier an den PC setze, meine Gedanken niederschreibe, ist es halb sechs oder etwas spaeter.
 
Ja, das merkt man hin und wieder ;-)
 

 

17.10.2011 | 14.46 Uhr | NaseweisAlles Training, Paula. Ich habe morgens noch nie eine Tasse Kaffee gebraucht, um den Tag stets singend und pfeifend beginnen zu koennen.
 
Und wenn ich mich hier an den PC setze, meine Gedanken niederschreibe, ist es halb sechs oder etwas spaeter. Noch bevor ich zum Tennisplatz sause. Ohne vorher etwas gegessen oder getrunken zu haben.
 
Gewohnheitssache halt.
 
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23.10.2011 | 12.51 Uhr | checkmate Kopie
 
03. August 2011 | 11.49 Uhr | A-Jay |
wieder 'mal einen A-Jay Blog schreiben ...

Ach, wozu denn.

Die Hälfte der Zeit, in der ich versuche hier etwas zu lesen, ist der Zugang gestört - das geht auch den Lesern so.

Wenn dazu auch noch bei Gefallen der Redaktion zum Beitrag ein diametral passendes Bild, inhaltsverfälschende Teaser und (auch noch falsch positionierte) Zwischenüberschriften generiert werden, muss ich das nicht haben. ;-))
 
Aber 809 Klicks sind natürlich eine feine Sache.
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