Der Krisenladen
schwarz-rot-goldene Milchkuh (Foto: dpa)
Sie sind alt und keiner will Sie mehr einstellen? Sie haben viel Lebenserfahrung und möchten sich gern noch etwas zu ihrer kargen Rente oder ihrem Arbeitslosengeld dazuverdienen? Dann sind Sie genau der / die Richtige für uns! Uns interessiert nicht, ob Sie graue Haare, einen Bierbauch oder Falten haben, ob Sie schwul sind oder welcher Krankenversicherung Sie Ihre Beiträge in den Rachen werfen. Uns interessieren einzig und allein Ihre Ideen. Und die vergüten wir großzügig.
 
Wir sind ein bisher wenig in der Öffentlichkeit bekanntes Unternehmen. Unser Spezialgebiet ist die Erfindung und Vermarktung von Krisen und Skandalen. Wir entwickeln Konzepte für Krisen in allen Lebensbereichen, für alle Zielgruppen und an jedem Ort der Welt.
Unsere Kunden kommen aus China, den USA, aus Frankreich und den Emiraten. Sie bestellen Milch- und Reiskrisen, Epidemien, Fleisch- und Weinskandale. Alles maßgeschneidert für ihre Bedürfnisse. Mit jeder von uns initiierten Krise kann der Kunde von wirklichen Problemen und noch größeren Krisen ablenken.
Zum Beispiel eignen sich Milchskandale vorzüglich zur Vertuschung von undichten Atomkraftwerken oder umweltzerstörenden Dämmen. Und Vogel-, Elefanten- Floh- oder Schweinegrippen lenken bestens von Drogenmafia, staatlicher Überwachung der Bürger und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen ab.
 
Damit uns nicht die zündenden Ideen ausgehen, suchen wir beherzte, fantasievolle und engagierte Mitarbeiter, die sich neue originelle Krisen ausdenken. Ein Jobangebot mit Perspektiven.
 
Sind Sie interessiert? Dann schicken Sie uns einen Vorschlag, mit welchem Skandal Sie die jetzige Finanzkrise verschleiern würden. Die besten Einsendungen werden prämiert und die Autoren werden zum Einstellungsgespräch eingeladen.
 
Mit besten Grüßen
Firma XY.
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Kommentare | 1 bis 25 von 29 Kommentieren
01.05.2009 | 17.48 Uhr | dr.lach ok, ich habe fuenf gegeben, weil ich die Idee sehr originell und lebensnah fand.
 
Was ich nicht verstehe, ist, dass noch Leute gesucht werden, die die gegenwaertige Finanzkrise fuer ein paar Tage oder Wochen in den Hintergrund treten lassen sollen, in dem sie sich einen Skandal nach dem anderen ausdenken?
 
Hat das eure Regierung bisher nicht in ausgezeichneter Weise geschafft ??
 
Zur Not wird wieder ein baertiger, fremdartigaussehender Mann herangezogen, der die Terroristenrolle spielen muss. Das zieht bei euch doch staendig, oder nicht ??
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01.05.2009 | 10.44 Uhr | Steinfels Die Handlungen, Sprüche und Prognosen der
Bosse und Politprofis sind Rituale, die nichts
bewirken, nichts wirklich verändern.
Die aktuelle Finanzkrise läßt sich nicht mit
den bisher gewohnten Methoden lösen.
Um die Krise wirklich zu bewältigen, müssen
neue Regelsysteme entwickelt und ange-
wandt werden. Ein weiter so bringt uns
nicht weiter und führt in die nächste Krise.
Mit "Tagesgeschenken" bekommt die Poli-
tik das Problem nicht vom Tisch.
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01.05.2009 | 06.30 Uhr | Profil gelöscht [5,00 | 4 | 130] .. (01.05.2009 ! 06.30 Uhr)
[5,00 | 3 | 62] .... (28.04.2009 ! 18.55 Uhr)
[5,00 | 3 | 45] .... (28.04.2009 ! 11.09 Uhr)
[5,00 | 3 | 36] .... (28.04.2009 ! 08.06 Uhr)
[5,00 | 3 | 31] .... (28.04.2009 | 02.52 Uhr)
[5,00 | 3 | 26] .... (27.04.2009 | 23.10 Uhr)
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30.04.2009 | 19.47 Uhr | Spiegel Fast drei Viertel der Deutschen (72 %) haben nach einer Emnid-Erhebung Angst wegen Auswirkungen der Krise. 54 % der Befragten rechneten außerdem mit sozialen Unruhen in Deutschland wegen der Krise. (61 % in Ostdeutschland) 32 % der Befragten gaben -jetzt schon! - an, sich angesichts derr Krise auch persönlich an Demonstrationen oder Protesten beteiligen zu wollen.
Spricht die gegenteilige Haltung von fast zwei Dritteln wirklich dafür, die gut gemeinten Hinweise als Panikmache einzustufen und abzulehnen?
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30.04.2009 | 19.36 Uhr | Spiegel Manola, auch ich hätte Dich wie Steinfels um 15.02 anreden sollen.
Da Malves Kommentar dazwischen kam, ist der Zusammnehang nur vom Inhaltlichen her zu erkennen.
 
Jetzt habe ich auch zu Malves Kommentar was zu sagen:
 
"Zorn" ist mir zuletzt nicht begegnet, aber es ging in verschiedenen Äußerungen um die Gefahr sozialer Unruhen.
 
Verständlich ist, dass das so und so gesehen wird, zumal Wahlen bevorstehen und der neue Bundespräsident bestimmt werden soll.
 
Man kann es sich so einfach machen wie Jörg Biallas mit seinem MZ-Kommentar am 25.4.09: "Die Debatte ist unerträglich. Der Gewerkschaftsboss vergisst seine Verantwortung für soziale Ruhe im Land. Die Präsidentschaftskandidatin beweist, dass sie dem angestrebten Amt nicht gewachsen ist. Und der Linkenchef vergleicht die Lage mit der Situation in drr untergehenden DDR. Rette sich, wer kann!"
 
Das hat m. E. weder mit den zugrunde liegenden Äußerungen noch den Fakten viel zu tun, die nur zwei Tage später in derselben MZ zu lesen sind:
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30.04.2009 | 18.59 Uhr | Steinfels .... Manola ... selbstverständlich ist die Krise
Menschenwerk. "Alle" haben mitgemacht
und so weit getrieben, so daß am Schluß
keiner mehr verantwortlich war.
So etwas kommt periodisch vor, denn
der Krug geht so lange zum Brunnen, bis
er bricht.
Im übrigen bringt die Natur noch ver-
rücktere Dinge und Krisen zustande.
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30.04.2009 | 15.02 Uhr | Spiegel Das hätte mich auch sehr gewundert, wenn Du Sieinfels beigepflichet hättest.
 
Aber wenn Du meinen Vorschlag anscheinend nicht aufgreifen willst, hättest Du doch wenigstens zum Schein auf Steinfels´Hinweise eingehen können!
Oder überlegst Du vielleicht noch in Sachen Wahlkampf?
 
Ich fürchte, wenn Du so weitermachst, wirst Du mit deiner bisher noch unbekannten Firma so schnell auch nicht weiter kommen.
 
Tja, man hat´s nicht einfach, wenn man´s doppelt nimmt!
 
Gruß!
S.
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30.04.2009 | 14.59 Uhr | MALVE Da der Osten Deutschlands immer wieder neu entdeckt wird, um auf große Bevölkerungsgruppen im Kampf um die Meinungshoheit mit den alten Begriffen des kalten Krieges energisch einzuschlagen, habe ich große Zweifel, ob der Krisenladen hinreichend Umsatz haben wird, um im harten Spiel der Warenwertkultur zu bestehen.
 
Vielleicht kann man zur Verhinderung der gesamtdeutschen Kommunikation und Bildung der ohnehin schon ausufernden Spaßsprachgesellschaft noch ein paar verschleiernde Begriffe hinzufügen, um die laufenden Prozesse zu beschleunigen.
 
Vermutlich sind die derzeit Verantwortlichen nicht hinreichend vom heiligen Geist erfüllt, um im Leben Gutes zu tun.
Wir sollten Geraldine als Engel befragen, wer in der möglichen Apokalypse zuerst ins Fegefeuer geworfen wird.
 
Anhänger der aufgeklärten Moderne nennen das gleiche Phänomen Gewalt. Da darf man aber nicht 'drüber reden ...
 
Der politisch-korrekte Ausdruck heißt: "Es wird Zorn geben ..."
 

Schönen 1. Mai Euch allen.
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30.04.2009 | 12.22 Uhr | Manola Die Finanzkrise ist also Naturgesetz und gott-
gewollt


@steinfels
Was soll denn das heißen? Gottgewollte Finanzkrise! Wenn Gott so was will, gehört er wirklich endlich abgeschafft!!
Solche verrückten Krisen bringt auch nicht die Natur hervor, sondern ganz allein der Mensch.
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30.04.2009 | 09.29 Uhr | Snooze nenee, mach du den Job mal. Bist besser involviert. Außerdem viel dynamischer :-D
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29.04.2009 | 08.25 Uhr | Profil gelöscht Ich trete zurück, schlage Snooze vor. :-)
 
Sorry, kein (schlechter: tritt) Imperativ!
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29.04.2009 | 05.06 Uhr | Spiegel "sitze nun hier" Snooze
 
Das hast Du davon!
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29.04.2009 | 03.05 Uhr | Profil gelöscht Trete zurück, schlage Snooze vor. :-)
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28.04.2009 | 23.22 Uhr | Snooze Mir ist heute ein Plakat aufgefallen, da sucht ein Chef jemanden der besser ist als er. Lohn wahrscheinlich 4,50 €uro, keine Beteiligung am Gewinn, man muß den Laden schmeißen, alle Google-Tricks einschließlich der SEO-Kniffe kennen, Samstags den Hof kehren und nach Feierabend die Produkte der Firma im Internet positiv bewerten. Ich wollte mich schon melden, da ist mir gekommen, daß ich ja schon bei den Stadtmenschen in Frankfurt bin und Doppelverdiener werden ja vom Staat besondert geschröpft, Habe ich mich dann nicht gemeldet, sitze nun hier.
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28.04.2009 | 20.42 Uhr | Profil gelöscht Brav, brav! Glatt 128,6 Prozent mehr.
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28.04.2009 | 19.02 Uhr | Profil gelöscht Im Rhein/Main-Gebiet ohne Reklame:
 
[5,00 | 2 | 14]
 
unterstützt Euch mal gegenseitig!
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28.04.2009 | 18.55 Uhr | Profil gelöscht [5,00 | 3 | 62] .... (28.04.2009 ! 18.55 Uhr)
[5,00 | 3 | 45] .... (28.04.2009 ! 11.09 Uhr)
[5,00 | 3 | 36] .... (28.04.2009 ! 08.06 Uhr)
[5,00 | 3 | 31] .... (28.04.2009 | 02.52 Uhr)
[5,00 | 3 | 26] .... (27.04.2009 | 23.10 Uhr)
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28.04.2009 | 18.09 Uhr | Steinfels In diesem Falle braucht es zur Verschleierung
der Krise keinen Skandal, das geregelte Chaos
ist immerdar und allgegenwärtig.
Alle Nationen kapitalistischer Prägung werden
peroidisch von einem Schwindel ergriffen, der
Geld ohne Wert hervorbringt.
Die Finanzkrise ist also Naturgesetz und gott-
gewollt und deshalb kann es keine verant-
wortlichen Personen geben.
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28.04.2009 | 11.32 Uhr | Spiegel Verzähl Dich ja nicht, berlin!
 
Gruß!
S.
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28.04.2009 | 11.09 Uhr | Profil gelöscht [5,00 | 3 | 45] .... (28.04.2009 ! 11.09 Uhr)
[5,00 | 3 | 36] .... (28.04.2009 ! 08.06 Uhr)
[5,00 | 3 | 31] .... (28.04.2009 | 02.52 Uhr)
[5,00 | 3 | 26] .... (27.04.2009 | 23.10 Uhr)
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28.04.2009 | 08.07 Uhr | Profil gelöscht [5,00 | 3 | 36] .... (28.04.2009 ! 08.06 Uhr)
[5,00 | 3 | 31] .... (28.04.2009 | 02.52 Uhr)
[5,00 | 3 | 26] .... (27.04.2009 | 23.10 Uhr)
 
5 Frühaufsteher.
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28.04.2009 | 05.48 Uhr | Spiegel klingelt eben ein Nachbar, drückt mir eine Katze in die Hand und meint: "die nervt, die ist voll rollig und schreit bei uns vorm haus rum--lass sie endlich mal kastrieren!"
 
War ne schwarze Katze--ich darf doch nicht fremder Leuts Tiere operieren lassen!
 
(Meine ist gestreift und tricolour )
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28.04.2009 | 02.52 Uhr | Profil gelöscht [5,00 | 3 | 31]

[5,00 | 3 | 26] .... (27.04.2009 | 23.10 Uhr)
 
Na ja, 5 sind es schon. Für diese Uhrzeit nicht schlecht.
 
Der pianomann kommt sicher auch noch, der haut noch auf die Tasten. Der hat es gut, der hat schwarze und weiße Tasten, bei mir sind alle Kat... Tasten grau.
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27.04.2009 | 23.10 Uhr | Profil gelöscht Hinweis
 
[5,00 | 3 | 26]
 
Mal gucken, ob es was nützt.
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27.04.2009 | 20.20 Uhr | Spiegel Wie wäs´s im Superwahljahr 2009 mit der Veröffentlichung des Ergebnisses einer (erdachten) Meinungsumfrage, versuchsweise zunächst auf die Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt am 7. Juni 09 bezogen, Manola, wie folgt:
 
voraussichtliche Wahlbeteiligung 25 % oder geringer,

Die Linke: wenigstens 40 % der abgegebenen Stimmen CDU u. a. im Bundestag vertretendenden Parteien: maximal 50 % der abgegebenen Stimmen
NPD: 10 % der abgegebenen Stimmen.
 
Dann hätten die Medien eine Weile zu tun, vielleicht auch die Politiker von Koalition und Opposition, oder etwa nicht?
 
Spaß beiseite!
 
In Sachsen-Anhalt droht die Gefahr, dass sich die NPD bei der kommenden Kommunalwahl stabilisiert. (Roland Roth, Magdeburger Polit-Professor)
Das Bild des Zerfalls, das die rechtsextreme Partei derzeit auf Bundesebene angesichts interner Querelen, Strafprozesse und finanzieller Nöte zeige, treffe für das Land nicht zu.
In Halle und Magdeburg könnte die NPD Fraktionsstärke in den Stadträten erreichen.
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